In Köln ausgestellt: Für diese Oberberg Firmen ist die Eisenwarenmesse unverzichtbar | Kölner Stadt-Anzeiger

2023-01-05 15:31:21 By :

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Die Firma Lukas Erzett demonstriert in einer Schleifkabine ihre Innovation, die neue Schleifscheibe „V4 Purple Power“. Sie sorgt für noch mehr Abtrag.

Köln/Oberberg – Was die „Delta Grain“ kann, zeigt die Firma August Rüggeberg mit sprühenden Funken. Rund um die Schleifkabine auf der Kölner Eisenwarenmesse drängen sich am Dienstag viele Besucher. Ein Mitarbeiter bearbeitet mit der neuen Flächenschleifscheibe ein besonders hartes Stück Metall. Nach der Demonstration fährt die Plexiglasscheibe der Kabine hoch, die Besucher nehmen Schleifscheibe und Metallstück genau unter die Lupe.

Auf ihrem großen Messestand bewirbt die Firma Rüggeberg mit ihrem Chef Jörn Bielenberg die „Delta Grain“-Scheibe.

Die oberbergischen Aussteller geben auf der internationalen Eisenwarenmesse, die am Mittwoch in den Deutzer Messehallen zu Ende geht, den Ton an. Im Publikumsmagnet, der Halle 10, sind gleich vier Oberberger vertreten. Es sind dieselben Firmen wie bei der letzten Messe 2016 – aber längst nicht so viele wie in früheren Zeiten. Neben Rüggeberg lässt auch der Engelskirchener Mitbewerber Lukas Erzett die Funken fliegen. Dabei ist auch die Keil Werkzeugfabrik aus Loope und die Sonnenflex GmbH, ebenfalls aus Marienheide.

Wie in den Vorjahren leistet sich Rüggeberg einen Stand in exponierter Lage. Auf 533 Quadratmetern, verteilt auf zwei Ebenen, haben die 64 Vertriebsmitarbeiter alle Hände voll zu tun. Bis heute Abend, so schätzt Unternehmenssprecher Florian Pottrick, werden bis zu 700 Kundengespräche dokumentiert sein. Bei der Delta-Grain-Scheibe setzt Rüggeberg dreieckige Schleifkörner ein, die für eine besonders hohe Leistung sorgen. Ein Blickfang ist auch die Trennscheibe mit einem Durchmesser von zwei Metern, die nicht nur ein Ausstellungsstück ist, sondern bei Stahlverarbeitern tatsächlich zum Einsatz kommt. Diese und hunderte weitere Produkte bietet Rüggeberg seit kurzem auch auf einer eigenen Produkt-Suchmaschine im Internet an, die Käufer direkt zu den Händlern führt. Geschäftsführer Jörn Bielenberg zeigt sich am Dienstag zufrieden mit dem Messebesuch. Dass der Besuch am Sonntag zum Auftakt eher übersichtlich war, liege an den vier Messetagen – vor zwei Jahren gab’s nur drei Tage.

Von einem mauen ersten Messetag berichtet auch Dr. Peter Bühner von Lukas Erzett. Mit Sorge hat er beobachtet, dass ein großer Mitbewerber aus Österreich gar nicht mehr zur Messe gekommen ist. Dennoch bleibe die Kölner Schau für die Engelskirchener unverzichtbar. Damit die Stammkundschaft weiß, wo Lukas zu finden ist, haben die Oberberger ihren 180 Quadratmeter großen Stand wieder am selben Platz aufgebaut. Internationale Kontakte zu pflegen, sei das A und O dieser Messe. Erstmals führt auch Lukas ihre Schleif- und Trennscheiben in einer Demonstrationskabine vor. Besonders die Scheibe „V4 Purple Power“ zieht Blicke auf sich: Die Weiterentwicklung der vor zwei Jahren vorgestellten „Purple Grain“ schafft mehr als 20 Kilogramm Schleifabtrag, berichtet Produktmanager Georg Klug. Lukas empfängt seine Kunden erneut mit großen Plakaten am Messeeingang Ost. Auf denen werden „Echte Abtrags-Helden“ gefeiert: Mit der neuen Kampagne wolle sich Lukas Erzett „noch jünger, dynamischer und innovativer“ zeigen, so Klug.

Michael Koch von Keil zeigt den neuen Hartgesteinsbohrer.

Einen neuen Auftritt hat sich auch der Bohrerhersteller Keil verpasst. Nachdem das Looper Unternehmen seit Mitte 2017 zur Unternehmensgruppe Serafin gehört, wurde der Stand auf 110 Quadratmeter auf zwei Ebenen vergrößert. Nach wie vor arbeiten rund 70 Mitarbeiter für Keil, berichtet Verkaufsleiter Michael Koch. Ganz neu im Sortiment ist der „Hardtec“: Mit dem Hartgesteinsbohrer will Keil dem herkömmlichen Diamantbohrer Konkurrenz machen. „Der Hardtec bohrt alles, was noch härter als normaler Naturstein ist.“

Eine speziell geschliffene Hartmetallspitze sorgt dabei fürs Durchhaltevermögen, so Koch: „Wir erwarten durch dieses Produkt prozentual zweistellige Wachstumsraten.“ Das neue Produkt stellen fünf Verkäufer vor, die rund 180 Kundengespräche führen wollen.

Ebenfalls mit Scheiben ist Sonnenflex in Köln.

Die Marienheider Firma Sonnenflex unterstreicht auf ihrem Messestand ihren Führungsanspruch in Sachen „Private Label“. Dabei bietet der Händler von Schleif- und Trennscheiben an, Logos auf die Scheiben zu drucken, sagt Stephanie Berg: „Wir gestalten die Etiketten nach Kundenwunsch – das ist sehr gefragt.“ Besonders kleinere Einzelhändler bringen die Sonnenflex-Scheiben gerne mit ihrem Firmenlogo in die Regale. Doch nach wie vor liege der Fokus auf der eigenen Marke, betont Geschäftsführer Stefan Vollmers. Acht Mitarbeiter empfangen auf dem 70 Quadratmeter großen Stand die Kunden.

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